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Datum/Zeit
Date(s) - 30/01/2019
17:00 - 20:00

Veranstaltungsort
Uni Bielefeld, X-E1-200

Kategorien


WORKSHOP FÜR: Frauen*Lesben*
Trans* und Inter*Personen
MAXIMALE TEILNEHMER*INNENZAHL: 20 Personen
ANMELDUNG AN: gleichstellung@asta-bielefeld.de

Ein Selbstermächtigungs-Workshop für Frauen*Lesben*
Trans* und Inter*Personen zum Thema Menstruation.

In unserer Gesellschaft wird die Menstruation immer
noch als unsichtbares Geschehen begriffen, das in
Menstruation immer wieder als „emotional“, „unrein“ oder
„schwach“ abgewertet. In einem vertrauten Rahmen
wollen wir mit euch einen Erfahrungsaus tausch anregen
und Strategien zur Selbstermächtigung ent wickeln.
seiner Existenz zwar anerkannt, in der Realität aber Des Weiteren stellen wir euch die Menstruationstasse vor,
doch gerne ignoriert und tabuisiert wird. welche alternativ zu Tampons und Binden während der
In unserem Workshop wollen wir gemeinsam mit euch
sowohl die körperliche, als auch die gesellschafts-
kritische Ebene durchleuchten. Frauen* können auch
heute nicht offen über ihre Menstruation sprechen und
Menstruation genutzt werden kann. Wir reden über Vor-
und Nachteile, aber natürlich auch über die Anwendung.
Jede* kann nach dem Workshop eine der Tassen gegen
etwas Geld mit nehmen und diese ausprobieren.
die damit einhergehenden Bedürfnisse spielen im Alltag Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam menstruieren!
oft einfach keine Rolle. Außerdem werden Menschen mit Viva la Menstruación!

Die Referent*innen:

Selbstverständnis

Feministische Themen sind wichtig und nötig im heutigen
Diskurs. Es wurde in der Vergangenheit viel erreicht, um
das Leben von Frauen* besser zu machen, doch trotz-
dem oder gerade deswegen sehen viele Menschen, vor
allem Männer, die Notwendigkeit der feministischen
Rolle in der öffentlichen Debatte nicht (mehr). „Ihr dürft
ja schon arbeiten.“ „Das Wahlrecht für Frauen und somit
die rechtliche Gleichberechtigung gibt es doch nun
schon lange.“ – Ja, aber damit ist noch lange keine
Gleichberechtigung unter den Geschlechtern* erreicht!
Wir finden es wichtig, dass eine grundlegende gesell- Menstrua tionstassen sind kostengünstigere, gesündere
schaftskritische Analyse stattfindet. Denn Sexismus und nachhaltigere Alternativen zu Tampons und Binden.
und Patriarchiat können nicht losgelöst von anderen
gesellschaftlichen Unterdrückungs- und Herrschafts-
strukturen gesehen werden. Feminismus muss auch
immer kapitalismuskritisch gedacht werden und sich
mit den Benachteiligten anderer Diskriminierungsformen
solidarisieren.

Theorie ist wichtig – aber dabei ist die praktische
Umsetzung unseres Solidaritätsgedankens nicht zu
vergessen. Wir wollen Frauen – hier und jetzt – helfen,
sich selbst zu ermächtigen, ihre Themen in den Diskurs
zu bringen und ihre Lebensrealität positiv beeinflussen.
Deshalb haben wir neben Vorträgen Projekte, um das im
uns möglichen Rahmen zu realisieren:
Wir verteilen in regelmäßigen Abständen Menstruations-
tassen bei der Osnabrücker Tafel – kostenlos.
Studierende der Uni können die Tassen gegen einen
kleinen finanziellen Beitrag bei unseren Veranstaltungen
oder Sprechstunden erhalten.
Wir veranstalten Workshops für FLTI*-Personen, um
ihnen einen Raum zu geben, sich praktisch weiter-
zubilden – sei es bei der Fahrradreparatur, dem
Klamottenverschönern oder anderen Dingen.
Wir klären auf über die völlig ungerechtfertigte Ein-
stufung von Menstruationsartikeln als Luxusgüter und
der damit verbundenen Mehrwertsteuer von 19% und
kämpfen für eine Abschaffung dieser. Auch das Recht
auf reproduktive Selbstbestimmung und der uneinge-
schränkte Zugang zu Verhütungsmitteln, vor allem für
Frauen*, liegen uns am Herzen.