Datum/Zeit
Date(s) - 03/09/2020
19:00 - 21:00

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Nr. z. P.

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Diskussion über den Text von Franz Neumann.

Textdiskussion | 19:00 Uhr | Nr.z.P

Gründend auf seiner umfassenden Analyse von Struktur und Praxis des Nationalsozialismus hält der Jurist, Politikwissenschaftlicher und kritische Theoretiker Franz Leopold Neumann 1954 einen Vortrag über den Zusammenhang von Angst und Politik. Hierin legt er in bahnbrechender Weise ein sozial-psychologisches Konzept zur Erklärung faschistischer Massenbewegungen vor, das auch für die Analyse gegenwärtiger Entwicklungen überaus instruktiv ist.

Für Neumann ist eine spezifische Form der Angst ein zentraler Faktor, der Anziehungskraft, und Entstehung des Faschismus erklären kann; sein Erfolg aber ist Resultat der Schwäche seiner Gegner. Die von Neumann neurotisch genannte Angst entsteht aus dem Zusammenwirken verschiedener, namentlich psychologischer, sozialer und politischer Entfremdung.

Anhand von knappen Vorstellungen zentraler Aspekte von Angst und Politik und darauf gründenden Diskussionsfragen wollen wir versuchen, uns den bis heute nur wenig beachteten Vortrag Neumanns zu erschließen, um so nicht allein das Aufkommen von massenfeindlichen Massenbewegungen zu verstehen, sondern auch und vor allen Dingen einen Ausweg zu finden.