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Datum/Zeit
Date(s) - 08/10/2018
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort
DGB Gewerkschaftshaus

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Der Vortrag bietet auf Grundlage zentraler Erkenntnisse der historischen und sozialwissenschaftlichen Antisemitismusforschung eine Einführung in die Geschichte und Theorie der Judenfeindschaft. Dabei wird aus historischer Perspektive ein Bogen gespannt vom christlich motivierten Antijudaismus des Mittelalters bis zur Genese des modernen Antisemitismus im 19. Jahrhundert. Exemplarisch soll anschließend aufgezeigt werden, mit welchen Motiven und Argumentationslogiken der moderne Antisemitismus damals wie heute operiert(e) und welche verschiedenen Facetten und Ersatzartikulationen er (insbesondere aufgrund seiner Tabuisierung nach 1945) mittlerweile angenommen hat. Darüber hinaus wird die vielfach formulierte Frage nach den Ursachen und Beweggründen für antisemitische Einstellungen zum Anlass genommen, um ein paar Erklärungs- und Interpretationsansätze vorzustellen. Am Schluss sollen einige Gedanken skizziert und in der Folge gemeinsam diskutiert werden, wie antisemitischen Ressentiments effektiv entgegenzutreten wäre.

Jonas Fedders ist freier Journalist und Soziologe und arbeitet als Projektmitarbeiter beim Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) in Berlin.

Die Veranstalter behalten sich vor, vom Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.