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Datum/Zeit
Date(s) - 26/06/2019
18:30 - 20:30

Veranstaltungsort
Universität Bielefeld H8

Kategorien


Seit den 1990er Jahren hat die EU durch die Implementierung des Schengener Abkommens, der Dublin Verordnung und des gemeinsamen Europäischen Asylsystems ein europäisches Grenzregime errichtet. Das europäische Grenzregime wird durch fortwährend verstärkte polizeiliche und militarisierte Abschottungspraxen unterstützt. Ein integraler Bestandteil dieser polizeilichen Praxen sowie des Grenzregimes ist der kontinuierliche Ausbau von Überwachungstechnologie insbesondere von grenz- bezogenen Datenbanken wie dem Schengener Informationssystem oder der Eurodac Datenbank aber auch komplexe Überwachungssysteme wie das europäischen Grenzüberwachungssystem Eurosur. Diese Systeme und ihre Vernetzung haben einen Entwicklungsgrad erreicht der es erlaubt von einem Europäischen Grenzüberwachungsregime zu sprechen. Der Vortrag gibt Einblick in die Geschichte, Stand und den geplanten Ausbaus des europäischen Grenzüberwachungsregimes, sowie in die wichtigsten Akteure der damit zusammenhängenden Politikfelder und gibt eine Einschätzung des Grenzregimes aus kritisch soziologischer Perspektive.