Datum/Zeit
Date(s) - 13/11/2018
18:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Fh Bielefeld Hörsaal B2

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„Volksgemeinschaft der Unfreien und Ungleichen“ – Zur Kritik des Nationalismus

Rechtspopulistische und neofaschistische Parteien feiern enorme Wahlerfolge, Großbritannien will die EU verlassen, Katalonien will endlich auch als Nation anerkannt werden und überall in Europa werden wieder Grenzzäune und Mauern hochgezogen. Der Nationalismus ist zurück, heißt es allerorts. Aber war er je weg? Was ist Nationalismus überhaupt? Und was bringt die Menschen im globalisierten 21. Jahrhundert dazu, für ihre Nation zu arbeiten, zu sterben, und vor allem für sie zu töten?

In dem Vortrag wird Nationalismus als Ideologie in Zusammenhang mit Demokratie, Herrschaft und der kapitalistischen Moderne gesetzt. Es werden die ideologischen Funktionen von Nationalismus und nationaler Identität als Erklärungs- und Rechtfertigungsmuster moderner gesellschaftlicher Verhältnisse aufgezeigt, um ihrer anhaltenden Wirkmächtigkeit auf die Spur zu kommen – und die Frage nach Gegenstrategien stellen zu können.

Thorsten Mense ist Soziologe, freier Autor und Journalist. Er schreibt u.a. für die Wochenzeitung Jungle World sowie das Monatsmagazin Konkret. 2016 erschien von ihm das Buch Kritik des Nationalismus (Schmetterling-Verlag). Er ist Mitglied des Forums für kritische Rechtsextremismusforschung (FKR) in Leipzig.

Eine Veranstaltung des Antifa Referats der FH Bielefeld.