Datum/Zeit
Date(s) - 04/06/2019
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
FLA FLA Herford

Kategorien


„Gegen Nazis“ sind viele, die sich in Subkulturen oder in der Populärkultur bewegen – „Frei.Wild“-Anhänger*innen und auch OI-Fans, die die Politik sowieso ablehnen. Doch jenseits der „White-Power“-Rockmusik etablieren sich rechte Lebenswelten, für die die Kategorie „Nazis“ genau so wenig zutrifft wie das Label „unpolitisch“. Sie sind irgendwo dazwischen, in der sogenannten Grauzone. Diese Grauzone reicht weit hinein in „alternative“ Szenen und bedeutet einen zunehmenden Raumverlust für emanzipatorische Ideen. Die Veranstaltung wird den folgenden Fragen nachgehen: Wo beginnt die „Grauzone“, wo hört sie auf? Wieso erlebt sie heute Dynamik? Und was sind eigentlich „rechte Lebenswelten“? Entsprechende Strömungen in Punk und OI werden ebenso Thema sein wie die Popkultur von „Böhse Onkelz“ und „Frei.Wild“. Zum einen wird anhand von Beispielen aufgezeigt, wie eng manch „unpolitische“ Künstler*innen mit extrem rechten Milieus verwoben sind. Zum anderen gibt es unappetitliche Einblicke in reaktionäre Männerwelten, spießbürgerliche Rebellionsfantasien und in Wertebilder, die auf Ballermann-Partys besser aufgehoben wären als in alternativ codierten Szenen.

Referent*in: Michael Weiss (Agentur für soziale Perspektiven)

Veranstalter*in: Fachstelle NRWeltoffen im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus im Kreis Herford

Infos: www.gegenrechts.info