Datum/Zeit
Date(s) - 01/05/2019
10:30 - 12:00

Veranstaltungsort
DGB Haus

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Das Recht auf eine Zukunft! – Unsere Arbeit nicht für eure Profite!

Die Jugendarbeitslosigkeit wächst und immer mehr Jugendliche finden nach ihrem Abschluss keinen Ausbildungsplatz. Selbst wenn der Einstieg ins Erwerbsleben gelingt, werden sie mit Überstunden, einer niedrigen Ausbildungsvergütung und ausbildungsfremden Tätigkeiten konfrontiert. Während der Ausbildung herrscht Unsicherheit, ob sie überhaupt übernommen oder wie 50% der Azubis vom Betrieb auf die Straße gesetzt werden. Übernahme, dann nur mit befristeten Verträgen. Staat und Unternehmen gehen dabei Hand in Hand. Die „Jobcenter“ dienen nicht zur Arbeitsvermittlung, sondern als Anlaufstelle für Leiharbeitsfirmen. Insbesondere durch die Hartz-Reformen, Projekt einer rot grünen Bundesregierung, hat sich die Zahl der Leiharbeiter vervielfacht.

Währenddessen fehlt es im Gesundheitswesen drastisch an Personal, es kommen 13 PatientInnen auf eine Pflegekraft. Laut Ver.di fehlen bundesweit ganze 162.000 Stellen in Krankenhäusern und dazu kommen noch Bereiche wie die Altenpflege!

Was macht die Regierung?
Die Bundesregierung tut nichts, um die Situation zu verbessern. Sie will den Rüstungsetat bis 2024 auf 57 Milliarden € anheben, also doppelt so viel Geld für Krieg, Bomben und Panzer. Geld, das für 1.390.000 KrankenpflegerInnen oder über 3.000.000 Ausbildungsstellen reichen würde. Gleichzeitig werden in vielen Bundesländern neue Polizeigesetze eingeführt, die die Befugnisse der Polizei extrem erweitern, Polizeiwillkür legalisieren und unsere Grundrechte abbauen. Diese Gesetze können dafür genutzt werden, politischen Protest zu kriminalisieren.

Was tun?
Wir wollen nicht, dass unsere Arbeitsbedingungen und unsere Löhne nach den Profiten anderer gestaltet werden, wir wollen menschenwürdige Arbeitsbedingungen! Wir fordern daher das Recht auf Arbeit und das Recht auf eine Ausbildung. So leidet niemand an Arbeitslosigkeit und durch das zusätzliche Personal kann die Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich (!) verkürzt werden.

Genau wie der 1. Mai als Arbeitskampftag und der 8 h-Tag auf der Straße und im Betrieb erkämpft wurde, müssen wir überall für unsere Interessen aktiv werden und nicht auf Verbesserungen von oben warten. Wir müssen selbst für unsere Interessen in der Schule, im Betrieb sowie auf der Straße eintreten!
Der 1. Mai ist für uns ein international-bedeutsamer Tag, der über staatliche Grenze hinausgeht und eine Verbindung zwischen allen demokratischen und fortschrittlichen Bewegungen darstellt.

Daher rufen wir zu einem “Revolutionären Jugendblock” auf der diesjährigen 1. Mai Demonstration auf, um gemeinsam und lautstark für unser Recht auf eine Zukunft zu protestieren! Wir möchten an diesem Tag nicht nur mit allen freiheitsliebenden und progressiven Kräften in Deutschland protestieren, sondern mit allen dieser Welt!

Her mit einem Recht auf Arbeit! Her mit der 30 Stunden Woche! Her mit einer lebenswerten Zukunft!

-SDAJ OWL, Revolutionärer Jugendbund, YXK, JXK, TCS und JCA