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Datum/Zeit
Date(s) - 25/04/2019
18:30 - 21:00

Veranstaltungsort
FH Bielefeld Hörsaal B1

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Autonome Nationalisten demonstrieren gegen Kapitalismus und „Für einen nationalen Sozialismus“; die NPD-Zeitung „Deutsche Stimme“ beschwört den „nationalen Antikapitalismus“ und will den „Kapitalismus zerschlagen“, und bereits die Goebbels-Zeitung „Der Angriff“ präsentierte die Nazis als „Todfeinde des heutigen kapitalistischen Wirtschaftssystems“.

Was ist von derartigen Aussagen von Parteien und Organisationen zu halten, die die Volksgemeinschaft propagieren, das Privateigentum als naturgegeben anerkennen und dem „genial“ tätigen, Wert schaffenden Unternehmer, die Unentbehrlichkeit für Volk und Wirtschaft bescheinigen?

Wie früher die NSDAP/ NSBO versucht vor allem die völkische Rechte (wie ihr AfD-Flügel) auch heutzutage wieder die soziale Frage zu besetzen und Einfluss in den sozialen Kämpfen und speziell (nicht gänzlich erfolglos) in den Betrieben, etwa durch die Beteiligung an Betriebsratswahlen, zu gewinnen.

Drückt sich hier ein tatsächlicher antikapitalistischer Wille, ein echtes soziales Anliegen, oder doch nur ein sozialdemagogisches Täuschungsmanöver aus, oder wie sind derartige Aussagen sonst im Gesamtkontext (neo-) nationalsozialistischer Ideologie zu entschlüsseln?

Wie war die soziale Frage eingebettet, und welche Antworten wurden gegeben?

Und nicht zuletzt, was können Gründe für die politische Wirksamkeit dieser Ideologie (gewesen) sein?

Diese und weitere Fragen zu Ideologie und Politik des historischen und des aktuellen (Neo-) Nazismus wollen wir am 25.04.19 ab 18.30 Uhr gemeinsam diskutieren.

Referent: Dr. Joachim Bons