Datum/Zeit
Date(s) - 29/09/2019
10:30 - 12:30

Veranstaltungsort
Welthaus Bielefeld

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Die Studentin und Aktivistin Amaya Coppens aus Estelí berichtet über die studentische Bewegung in Nicaragua, Aktionen des Widerstands, ihre Zeit im Gefängnis und nimmt Stellung zu politischen Perspektive (Übersetzung: Barbara Lucas).

Ihre erste Station in Europa führte Amaya Coppens Anfang September zur UNO-Menschenrechtskommission in Genf. Dort berichtete sie über die anhaltentenden Menschenrechtsverletzungen in Nicaragua. Die 24jährige Medizinstudentin gehörte im April vergangenen Jahres zu den lokalen Anführerinnen in Leon. Nach ihrer Verhaftung wurde sie zum Symbol des Widerstands.

Von Beginn an stand die Nicaraguanische Universitätsstadt Leon im Zentrum des zivilen Widerstands. Wochenlang demonstrierten Studierende gegen die immer autoritärer auftretende Regierung von Daniel Ortega. Von paramilitärischen Gruppen und der Polizei attackiert wurde gezielt auf Demonstrierende geschossen, landesweit liegt die Zahl der Getöteten bei über 300. Im September 2018 wurde Amaya Coppens verhaftet, angeklagt des Terrorismus und der Anstiftung zum Staatsstreich. Nach 10 Monaten im berüchtigten Gefängnis El Modela und einem wochenlangen Hungerstreik kam sie frei, ging zurück nach Estelí in ihr Elternhaus. Obwohl unter ständiger Beobachtung der Polizei erhebt sie weiterhin ihre Stimme. Amaya Coppens ist Mitglied der studentischen Organisation CUDJ (Universitätskoordination für Demokratie und Gerechtigkeit) und der AMS (Artikulation der sozialen Bewegungen), beide Teil des breiten Oppositionsbündnis UNAB in Nicaragua.

Eintritt frei.