Datum/Zeit
Date(s) - 07/11/2018
18:00 - 21:00

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Filmvorstellung „14. Juli“

14. Juli – Die Hölle von Dîyarbakir
Am 12. September 1980 ereignete sich in der Türkei ein Militärputsch, der sich gegen Demokrat*innen, Linke und Kurd*innen richtete. In Folge des Putsches wurde das Parlament entmachtet und unter Kontrolle einer Militärregierung gestellt, die das Land auf Basis einer nationalistisch-religiösen Gleichschaltung führte. Zivilgesellschaftliche Gruppen und demokratische Strukturen wurden zerschlagen, Kurd*innen systematisch verfolgt, tausende Oppositionelle wurden inhaftiert und anschließend in den Gefängnissen systematisch und tödlich gefoltert.
Der Film „14. Juli“ erzählt die Geschichte des Gefängnisaufstandes im türkischen Foltergefängnis (Typ-E) von Dîyarbakir.
Das Foltergefängnis von Dîyarbakir ist altbekannt für schwere Foltermethoden und eine ultra-faschistische Überhand. Zu den gängigsten Foltermethoden gehörten schwere Prügel, Pfahlhängen, Elektroschocks, sexuelle Folter, Vergewaltigungen, Schlaf-,Nahrungs- und Wasserentzug, das Verbot der kurdischen Sprache mit anschließender Bestrafung, Isolationshaft, das Stapeln von nackten Insass*innen übereinander, das Verbrennen von Gliedmaßen und das Herausreißen von Nägeln, Zähnen und Haaren.

Der revolutionäre Insass*innen-Aufstand von
Dîyarbakir begann am 14. Juli 1982 mit einem Hungerstreik, der sich gegen die brutalen Haftbedingungen richtete und eine Wende in der Historik der Gefängnisunterdrückung in der Türkei herbeiführte.
Da die Gegebenheiten in der heutigen Türkei keinerlei Änderungen zeigen, deckt dieser Film nicht nur geschichtliches Interesse, sondern ist auch heute noch aktuell.

Eine Veranstaltung der JXK Bielefeld.