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Datum/Zeit
Date(s) - 02/12/2018
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort
Filmhaus Bielefeld

Kategorien


Filmvorführung Sonita

02.12.2018, 18 Uhr, Filmhaus, Eintritt frei

offen für alle Geschlechter

Der Film wird im Rahmen der Aktionstage „Gesellschaft_Macht_Geschlecht“ gezeigt.

Wenn die 18 jährige Sonita es sich aussuchen dürfte, dann wäre Michael Jackson ihr Vater und Rihanna ihre Mutter.
Sonita ist als kleines Mädchen mit ihrer Familie, aus Angst vor den Taliban, aus Afghanistan in den Iran geflüchtet. Hier lebt sie seither ohne Papiere und offizielle Schulbildung. Doch sie hat Talent und ihr sehnlichster Wunsch ist es eine berühmte Rapperin zu sein.
Die Dokumentarfilmerin Rokhsareh Ghaem Maghami wird auf Sonita aufmerksam und folgt ihr mit der Kamera, um ihre Lebensumstände und ihren Kampf um Selbstverwirklichung zu dokumentieren. Denn obwohl es im Iran verboten ist, als Solo Künstlerin zu singen, sucht sie in Teheran nach einem Studio, um ihren Song über Kinderarbeit aufzunehmen.
Doch ein dunkler Schatten liegt über Sonitas Zukunft. Nach und nach werden ihre Freundinnen als Bräute zurück nach Afghanistan verkauft. Und als Sonitas Bruder Geld für die eigene Hochzeit braucht, steht auch Sonita die Zwangsehe bevor. Die Familie plant, sie für 9000 $ an einen fremden Ehemann nach Afghanistan zu verkaufen und die Zeit drängt. Die Regisseurin wird so in ein Dilemma verwickelt: Darf sie in das Schicksal ihrer Protagonistin eingreifen und ihr helfen, die drohende Hochzeit zu verhindern?
Die Regisseurin begibt sich nun mit auf eine Reise, von der niemand zu Beginn der Dreharbeiten etwas ahnen konnte, als sie begann, ein Mädchen in Teheran zu begleiten, das seinen Freundinnen eigene Rapsongs vorsang.