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Datum/Zeit
Date(s) - 08/04/2019
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort
Bürgerzentrum Haus unter den Linden Herford

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Diskussionsveranstaltung mit Kathrin Vogler (MdB) über die Kriegsmacht oder Friedensmacht EU am Mittwoch, 8. Mai 2019, 18.00 UhrBürgerzentrum „Haus unter den Linden“

Am 8. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg. Auf den Tag genau nach 74 Jahren laden wir an
diesem Datum zu der Veranstaltung ein. Der Zusammenschluss der europäischen Staaten
entstand aus den Lehren der leidvollen Kriegserfahrungen. Die Europäische Union (EU)
erhielt 2012 den Friedensnobelpreis für den Einsatz für Frieden und Versöhnung.
Im Gegensatz dazu beteiligen sich die Staaten der EU an zahlreichen Konflikten und Kriegen in der ganzen Welt, teilweise mit UN-Mandat, teilweise nur ihren nationalen Interessen folgend. Die EU wird zunehmend militarisiert, die militärische Zusammenarbeit zwischen den Staaten massiv vorangetrieben mit dem Ziel einer eigenen europäischen Armee als Ergänzung der nationalen Armeen. Teile der Bundeswehr sollen darin integriert werden. Nach der Kündigung des INF-Vertrages über das Verbot der Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen in Europa droht ein neues atomares Wettrüsten, was die Kriegsgefahr steigert. Die umfangreiche Aufrüstung bei den konventionellen Waffen geht in den EU-Staaten unvermindert weiter, immer weiter steigende Rüstungsausgaben verschlingen dringend benötigte Gelder für zivile Infrastruktur und soziale Aufgaben.
Kathrin Vogler wird die Entwicklungen zur europäischen Armee und die „Bausteine“ der europäischen Rüstungsunion kritisieren. Natürlich wird sie ihre Vorstellungen über die mögliche friedenspolitische Rolle der EU in der Welt darstellen. Als Expertin für „Zivile Konfliktbearbeitung“ wird sie auch auf Alternativen ausführlich eingehen:

z.B. nichtmilitärische Maßnahmen zur Lösung gewalttätiger Konflikte, staatlich geförderter Ziviler Friedensdienst, Mediation zwischen Konfliktparteien, Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten.

Kathrin Vogler ist seit 2009 Bundestagsabgeordnete, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss
und friedenspolitische Sprecherin der Partei DIE LINKE. Von 1984 bis 2002 war sie in
zahlreichen Funktionen in der DFG-VK tätig, z.B. im Landesvorstand NRW, als Landes-
und Bundesgeschäftsführerin und als Bundesprecherin. Von 2002 – 2009 war sie Ge-
schäftsführerin des Bundes für Soziale Verteidigung (BSV) mit Sitz in Minden.