Am 6. Mai jährte sich ein einschneidendes Ereignis für die linksradikale Bewegung in der BRD zum 45. Mal: Die Schlacht am Osterdeich. Um die 25-Jährige Wiederbewaffnung des deutschen Staates zu feiern und das Militär fester in der Gesellschaft zu verankern, sollten 1.700 junge Rekruten der Bundeswehr im Bremer Weserstadion ein öffentliches Gelöbnis abgeben.
Eine militärische Veranstaltung dieser Art hatte es seit dem Faschismus nicht mehr gegeben und sie stieß auf einen breiten Protest von Antimilitarist*innen und damaligen linken Gruppen.
15.000 Menschen wurden vor dem Stadion von der Polizei angegriffen, es folgten mit die größten und gewaltsamsten Auseinandersetzungen in der bundesdeutschen Geschichte. Die Lehren aus diesem Ereignis waren grundlegend für die autonome Bewegung, antimilitaristische Kämpfe und Debatten um Polizeigewalt und militanten Widerstand.
Öffentliche Bundeswehr-Gelöbnisse gehören seitdem zur Normalität. Allerdings soll mit dem “Nationalen Veteranentag”, der dieses Jahr am 15. Juni zum ersten Mal von Militär und Regierung begangen wird, die Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft zwecks Rekrutierung im Zuge der aktuellen Militarisierung massiv vorangetrieben werden. So soll auch in Vechta mit dem ersten Reservistengelöbnis die Kriegstüchtigkeit zur Show gestellt werden. Das wollen wir nicht unwidersprochen lassen!
Wir wollen daher einen Blick auf die historischen Ereignisse vom 6. Mai in Bremen werfen, uns die Fragen stellen, was wir von ihnen lernen können und welche Möglichkeiten wir haben, um am Veteranentag gegen die Bundeswehr zu protestieren.
Kommt zum Vortrag und mit uns nach Vechta!



