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Datum/Zeit
Date(s) - 17/10/2018
18:00 - 20:00

Veranstaltungsort
FH Bielefeld: HS B3

Kategorien


Mit ihren bunten Kappen auf dem Kopf und mit Bändchen vor dem Bauch

wirken die Mitglieder von Studentenverbindungen wie aus der Zeit

gefallen. Doch neben der Pflege überkommener Traditionen und Bräuche

vereint die unterschiedlichen Verbindungen – seien es Sänger- oder

Turnerschaften, Corps, christliche Verbindungen oder Burschenschaften –

ein strukturkonservatives, tendenziell autoritäres und zum teils

explizit völkisch-nationalistisches Weltbild.

 

Gerade die völkisch-nationalistischen Burschenschaften schienen jedoch

in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Doch mit der AfD haben die

alten Seilschaften der extremen Rechten wieder an Bedeutung gewonnen.

Eine Reihe von Burschenschaftlern sind inzwischen Mitarbeiter von

Abgeordneten der AfD.

 

Besonders in den Blick nimmt der Vortrag die studentischen Verbindungen

in Ostwestfalen, allen voran die Burschenschaft Normania Niebelungen.

 

Denn hinter deren scheinbar “harmlosen” Saufgelagen und uniformiertem

Auftreten verbirgt sich micht nur patriarchale, frauenfeindliche und

reaktionäre Ideologie, sondern teilweise enge Verbindungen und

Überschneidungen mit der extremen Rechten.

 

Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über Gemeinsamkeiten und

Unterschiede zwischen den zahlreichen Arten von Studentenverbindungen

deren Geschichte und beleuchtet die Kontakte zur extremen Rechten in

Deutschland und in Ostwestfalen.