Datum/Zeit
Date(s) - 09/05/2019
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Haus der Kirche

Kategorien


Film und Vortrag im Haus der Kirche Bielefeld

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Als er im Ort Riace einen geflüchteten Jungen aus Afghanistan kennenlernt, beschließt Regisseur Wim Wenders – statt einen fiktiven Film über Migrant*innen zu drehen – die wahren Schicksale der Menschen des Ortes zu erzählen. Herausgekommen ist ein 32-minütiger Dokumentarfilm, in dem er Geflüchtete und Wanderarbeiter*innen porträtiert und gleichzeitig dem Dorf Riace ein filmisches Denkmal setzt.

In Riace, wo kaum noch jüngere Menschen leben, weil es im Süden Italiens keine Arbeitsplätze gibt, werden Geflüchtete mit offenen Armen aufgenommen, denn sie beleben das Dorf und bringen bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung. Das ist nicht perfekt und nicht einfach kopierbar, aber inspirierend, und es kann Anregungen geben, wie in anderen Ländern – auch in Deutschland – Menschen gemeinsam ihren Alltag gestalten können, gerade in aussterbenden ländlichen Regionen.

Heute sind nur noch wenige der Migrant*innen in Riace, denn in Italien werden diese Orte des solidarischen Zusammenlebens zunehmend politisch bekämpft. Im Oktober 2018 wurde der Bürgermeister von Riace, Domenico Lucano, festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Tausende demonstrierten daraufhin in Rom für seine Freilassung.

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Unser Gast: Elisabeth Voss ist Autorin der Fotoausstellung „Solidarisches Kalabrien“. Gerade aus Riace zurückgekehrt, berichtet sie von den neuesten Entwicklungen und zeigt Bilder von dort.

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Veranstaltungsort ist mit dem Rollstuhl zu erreichen.

Leider keine Übersetzung in Gebärdensprache, keine Audiodeskription und keine Untertitel.

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Veranstaltet in Kooperation mit: Netzwerk Asyl in der Kirche, Politisches Café, Antirassismus AG der Universität Bielefeld