15.10. 18 Uhr direction f – (Uni X-E0-200)
Beiträge zur Kritik des Nationalen „Wir“ –
Einführung in die Nationalismus Kritik
Die Nation verspricht Heimat, Sinn und Zusammenhalt, manchen verheißt sie sogar Befreiung. Sie liefert Unterordnung mit gutem Gewissen. Sie macht aus Regierten ein „Volk“, aus Ausgebeuteten „Standortpatrioten“ und aus Herrschaft eine persönliche Herzensangelegenheit. Wer nicht nützt oder nicht dazugehören darf, fliegt raus.
In Deutschland haben verschiedenste Dichter und Denker ein Jahrhundert lang an der Idee vom Volk gebastelt: vom erfundenen „Volksgeist“ zur mordenden „Schicksalsgemeinschaft“. Am Ende steht eine Volksgemeinschaft, die in der industriellen Vernichtung von Menschenleben zu sich selbst fand.
Der Vortrag fragt, warum der mörderische Mythos bis heute zieht, warum er auch in linken Kreisen oft beliebt ist und erzählt von dessen Entstehung und erklärt, dass es keinen „gutmütigen (Party-)Patriotismus“ gibt.
Die Veranstaltung findet im X Gebäude der Universität Bielefeld statt. Die Uni ist barrierearm. Es gibt auch barrierearme Toiletten.



