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Datum/Zeit
Date(s) - 18/10/2018
18:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Universität Bielefeld X-E1-200

Kategorien


Was würdest du für Para machen?“ (SSIO & Xatar)

Dass das Geld die „generelle Prostitution“ (Marx) einschließt, bereitet nicht nur Rappern Gewissensbisse. Auch andere Denker begleiten die Marktwirtschaft seit ihren ersten Tagen mit der Beschwörung höherer Werte und die Mahnung, dass „Geld allein nicht glücklich mache“, ist Gemeingut unter all jenen, denen die Alternativlosigkeit dieses Lebensmittels manche Nöte bereitet. An diesen richtet ein jeder dann auch seine Gedanken aus: Wie bekommt man möglichst viel davon? Wie hat man trotz des Mangels ein gutes Leben? Das ist fatal: Wer dem unausweichlichen Zwang, Geld zu verdienen, nur den Auftrag entnimmt, dem nachzukommen oder Verzicht zu üben, macht den Fehler, sich dazu begriffslos affirmativ zu stellen. Entsprechende Kritik am Geld bleibt dann nicht aus: über Stress beim Gelderwerb, spärliche Verdienste, hohe Preise und überhaupt über Mangel hier und obszönen Reichtum dort.

Wer sich weder mit dem billigen Trost hochprozentiger Werte zufrieden geben noch mit Jammern begnügen will, kommt um die Erklärung des Werts des Geldes, die der Workshop im Rahmen des Linken Semesterstarts bietet, nicht herum.