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SUMMARY:Vortrag: \\"Hass den Sexismus\, aber hab gefälligst Sex?\\"
DESCRIPTION:Vortrag mit Jeja Klein: "Hass den Sexismus\, aber hab gefällig
 st Sex?" (Nachholtermin vom 06.11.2023)\n\nWann? 19.04.2024 um 18:30\nWo? 
 Bürger*innenwache Bielefeld (Raum 007) Referent*in: Jeja Klein\, freie*r 
 Journalist*in\, Autor*in\n\nFür viele Heranwachsende stellt die linke Sze
 ne mit ihrem sexpositiven Feminismus\, vielfältigen Liebes- und Begehrens
 formen\, ihrer Queerness und Polyamorie einen Sehnsuchtsort dar\, der ande
 rs sein soll als die Enge der Herkunftsfamilie. Mit dem linken Coming-of-a
 ge sollen die alten Sitten abgestreift &amp\; ein erfülltes Leben in poli
 tischer Rebellion einerseits\, sexuellen und romantischen Abenteuern ander
 erseits gefunden werden. Doch die Tiefe\, mit der sich patriarchale Strukt
 uren in unsere Gefühle und unsere Fähigkeiten und Unfähigkeiten eingegr
 aben haben\, Sex und Beziehungen zu managen\, wird unterschätzt. Allzu of
 t\, vor allem für junge Frauen\, verwandeln sich die eigenen Twenties in 
 linken Kreisen in einen Albtraum\, der von missbräuchlicher Beziehung zu 
 Übergriff und dann in lang anhaltende psychische Belastung stolpert. Der 
 Feminismus hat sein Image\, frigide und sexfeindlich zu sein\, abgestreift
  – doch zu welchem Preis? „Have Sex\, Hate Sexism“ lauet eine weit v
 erbreitete Stickerparole in linken Communities – eine Formulierung\, die
  nahtlos an Imperative des liberalen Feminismus anschließt\, der von Frau
 en nicht nur Bestleistungen in jeder Disziplin verlangt\, sondern auch\, d
 abei stets sexy und begehrenswert zu sein. Es sollen massig sexuelle Erfah
 rungen „zum Spaß“ gesammelt und so sich und der Welt bewiesen werden\
 , dass man selber zur Gruppe der emanzipierten Frauen dazugehört\, für d
 ie die Geschlechtszugehörigkeit kein Hindernis mehr darstelltDoch die mas
 sive Verbreitung von Erfahrungen mit sexuellen Grenzverletzungen und Bezie
 hungsgewalt\, die linke Frauen und Feminist*innen äußern\, zumeist began
 gen durch die eigenen Genoss*innen\, meistens aber Männer\, sprechen eine
  andere Sprache. Hat der sexpositive Feminismus die Sexualität von Frauen
 \, Enbies und auch von Männern befreit\, oder nur eine glitzernde Schicht
  Lack auf das alte Elend aufgetragen\, unter der sich glamourös tausendfa
 ches Scheitern und Leiden verbirgt? Im Vortrag sollen diese Spannungsverh
 ältnisse auch biographisch dargestellt und diskutiert werden\, welche Ver
 antwortung ältere Feminist*innen eigentlich für den politischen Nachwuch
 s in Fragen feministischer Sexualkulltur tragen- oder tragen sollten.\n\nE
 ine Veranstaltung vom fem*ref Bielefeld (Kontakt: femref-bielefeld (ät) p
 osten.de
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