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 tik-der-polizei/
SUMMARY:There is no justice\, there is just us: Kritik der Polizei
DESCRIPTION:Ende Dezember 2014 hatte ein New Yorker Bummelstreik der Polize
 i zur Folge\, dass sich Verhaftungen\, Straßenkontrollen und Strafmandate
  um bis zu 90 Prozent verringerten. Die zu erwartende Erhöhung der Krimin
 alitätsrate blieb jedoch aus. Auch nahm das Sicherheitsgefühl der Bevöl
 kerung nicht ab. Für einige wurden die Effekte des Streiks gar als Befrei
 uung empfunden:\n\n"Die letzten beiden Wochen waren wie ein Urlaub von Ang
 st\, Überwachung und Strafe. Vielleicht fühlt es sich so an\, nicht die 
 ganze Zeit vorverurteilt und als verdächtige Kriminelle angesehen zu werd
 en. Vielleicht ist das ein wenig so\, wie es sich anfühlt weiß zu sein (
 Aurin Squire 2015)"\n\n"Freund und Helfer" für die einen\, "Feind und Är
 gernis" für die anderen. Die differentielle Operationslogik der Polizei i
 st eine Tradition\, die seit ihren Anfängen als Institution\, für den St
 aat die Privilegien der herrschenden Klasse schützt und den Willen der Mi
 nderheiten abstumpft. Dehumanisierende Strategien wie "Racial Profiling" i
 st ein Beispiel davon. Die Folgen für Betroffene können mit Rob Nixons K
 onzept der "slow violence" beschrieben werden: Die negativen Effekte werde
 n in diesem Konzept als über die eigentliche Kontrolle temporal und körp
 erlich hinausgehend aufgezeigt.\n\n"Slow violence" legt ausserdem den Foku
 s auf die Unsichtbarkeit\, Langsamkeit und Stille dieser Gewalt in der Ges
 ellschaft.\n\nWährend in den USA und Britannien seit der dritten "Weltkon
 ferenz gegen Rassismus" 2001 in Durban rechtliche Maßnahmen unternommen w
 urde\, wird in Deutschland\, der Schweiz\, Frankreich und anderen Ländern
  Europas eine rechtliche Definition dieses rassistischen Polizierens ausge
 spart.\n\nDr.’in des. Vanessa Eileen Thompson ist wissenschaftliche Mita
 rbeiterin am Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt. Z
 uvor war sie Fellow am Department of Black Studies an der University of Ca
 lifornia\, Santa Barbara. Ihre Forschung und Lehre konzentriert sich auf k
 ritische Rassismusforschung\, post- und dekoloniale feministische Theorien
  und Methodologien\, Black Studies\, Gender- und Queer Studies\, Theorien 
 und Kritik der Versicherheitlichung sowie transformative Gerechtigkeit. Th
 ompson engagiert sich in diesen Bereichen auch aktivistisch. Zuletzt ersch
 ien ihr Artikel: „Hey\, Sie da!“\, Postkolonial-feministische Kritik d
 er Polizei am Beispiel von Racial Profiling (In: Kritik der Polizei. Hrsg.
  von D. Loick\, Campus Verlag\, 2018).\n\nDaniel Loick ist Philosoph und S
 ozialtheoretiker an der Universität Frankfurt am Main und Herausgeber des
  Sammelbands "Kritik der Polizei". Zuletzt erschienen von ihm unter andere
 m "Juridismus. Konturen einer kritischen Theorie des Rechts" (2017) und "A
 narchismus zur Einführung" (2016).\n\n&nbsp\;\n\n-Vortrag in Kooperation 
 von agfb und der Kampagne Repression durchbrechen-
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LOCATION:Kulturhaus Bielefeld\, Werner-Bock-Straße 34c\, Bielefeld\, Deuts
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