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DESCRIPTION:Die nächste Streitkultur steht an!\n\nWas ist die Streitkultur
 ?!\n\n&nbsp\;\n\nFolgend der Ankündigungstext:\n\n&nbsp\;\n\nWir müssen 
 reden\, und zwar über Nazis\, militante und Menschen ermordende Nazis. Ne
 ben den Gefühlen von Entsetzen\, Trauer und Wut würden wir gerne anfange
 n\, Entwicklungen zu analysieren\, und daraus Schlüsse ziehen für unsere
 n Kampf gegen Nazis\, Rechtsruck und die neue autoritäre Formierung von H
 errschaft – wobei diese einzelnen Punkte zusammengedacht werden sollten.
 \nIn den letzten Jahren gab es in der BRD diverse gezielte Anschläge von 
 Nazis\, die über die ohnehin vorhandene menschenverachtende und auch imme
 r wieder tödliche Gewalt\, welche sich häufig unorganisiert und spontan 
 Bahn bricht\, hinausgingen. Mit dieser Fokussierung wollen wir nicht eine 
 Hierarchie in der Bedrohung durch Rassist*innen und Faschist*innen aufmach
 en\, sondern uns explizit auf eine Ausformung dieser Bedrohung konzentrier
 en\, und zwar auf das gezielte und vielleicht auch strategische Vorgehen v
 on militanten Nazis bis hin zur Exekution. Die Linien verschwimmen natürl
 ich\, denn auch rassistischer Straßen- und Alltagsgewalt können strategi
 sche Überlegungen der Faschist*innen zugrunde liegen. Bei dem Komplex\, u
 m den es uns in dieser Diskussion geht\, denken wir an das Attentat auf di
 e Bürgermeisterkandidatin Reker in Köln 2015\, an den Amoklauf von Münc
 hen 2016 sowie den Messerangriff auf den Bürgermeister von Altena 2017\, 
 den Bombenanschlag gegen eine Linkenpolitikerin in Zittau im Juli 2019\, d
 en Pistolenschuss ins Gesicht eines Eritreers auf offener Straße im letzt
 en Jahr in Hessen\, Lübke und der Anschlag in Halle. Ein Bezugspunkt muss
 \, auch wenn es aus der zeitlichen Umgrenzung fällt\, natürlich auch der
  NSU sein. Diese Gewalttaten sollten nicht einzeln betrachtet werden\, auc
 h wenn nicht immer ein gleiches Handeln und strategische Überlegungen vor
 liegen oder es eine Bezugnahme zwischen den Tätern gibt. Aber es gibt sei
 t Jahrzehnten strategische Diskussionen und Veröffentlichungen unter mili
 tanten Nazis über Bewaffnung\, „führerlosen“ Widerstand\, Destabilis
 ierung des von ihnen als liberal empfundenen Systems. Daher stellt sich di
 e Frage: Was verbindet diese Taten? Und ist es vielleicht in Teilen ein An
 wenden von strategischen rassistischen Überlegungen? Gerade die aus den U
 SA stammende Idee\, durch einzelne ausgeführte Morde einen „Rassenkrieg
 “ auszulösen\, scheint eine Schablone zu sein\, welche sich über manch
 e Taten legen lässt. Ähnliche Überlegungen scheinen\, nach bisherigen P
 resseinformationen\, auch die Motivation der am 14.2. diesen Jahres aufged
 eckten „rechtsextremistischen Terrorzelle“ gewesen zu sein. Hier bekom
 mt das Thema dann auch eine regionale Relevanz\, da drei der Mitglieder di
 eser „Terrorgruppe“ in OWL gewohnt haben. Eine andere Tendenz\, aber g
 enauso ernstzunehmen\, ist das vor circa einem Jahr bekannt gewordene Netz
 werk aus Reichsbürger*inen\, Bullen\, (Elite-)Soldaten\, Geheimdienstmita
 rbeiter*innen\, das in Publikationen häufig als „Hannibal-Netzwerk“ b
 enannt wird: Faschist*innen\, die sich online wie offline vernetzt haben\,
  um sich auf einen „Tag X“ vorzubereiten\, an dem die herrschende Ordn
 ung im Chaos versinkt\, um dann in ihrem Sinne für Ordnung zu sorgen und 
 scheinbar Schuldige für den Zustand Deutschlands zur Verantwortung zu zie
 hen. Was genau an diesem Tag X geschehen soll – eine objektive Krise der
  parlamentarischen Demokratie\, Stromausfälle oder die nächste „Flüch
 tlingswelle“ – ist offengehalten. Die vor patriachalen Allmachtsfantas
 ien strotzenden Vorbereitungen auf diesen Tag – das Anlegen von Feindesl
 isten von zu exekutierenden Personen\, Überlegungen zu Logistik und Unter
 bringung von Gefangenen\, Waffendepots\, das Organisieren von geheimen sic
 heren Häusern – sind bei allem spinnerten Beigeschmack ernst zu nehmen.
  Besonders auch deswegen\, weil das Netzwerk sich zum großen Teil aus zum
  Töten ausgebildeten Soldaten und aus Bullen zusammensetzt sowie aus Mens
 chen\, die durch die Arbeit in verschiedensten Behörden Zugang zu weitrei
 chenden Informationen haben.\nEs ist auch schon in der Vergangenheit immer
  wieder bekannt geworden\, dass Faschist*innen sich Waffen besorgen und da
 mit das Töten von Menschen trainieren und ihrer Ideologie mit Morden Ausd
 ruck verleihen. Dies ist nicht erst seit ein paar Jahren so\, sondern seit
  Jahrzehnten\, wenn nicht sogar seit dem Besiegtwerden Deutschlands 1945. 
 Also stellt sich auch die Frage\, wo die Kontinuitäten in dieser Entwickl
 ung sind und wo es neue Entwicklungen in den letzten Jahren gibt\, die sic
 h nicht so einfach verharmlosen lassen à la „Nazis hatten doch immer sc
 hon Waffen – weiß man doch“. Wir denken\, dass es zumindest momentan 
 eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung nach rechts gibt\, die ein milita
 ntes Agieren von Nazis beflügelt. Durch die Verschiebung zu einem immer r
 assistischerem Diskurs in der Öffentlichkeit wird denjenigen\, die ihre m
 enschenverachtende Denkweise in Taten ausdrücken wollen\, wahrscheinlich 
 das Gefühl vermittelt\, dass sie ja nur den „Willen des Volkes“ ausf
 ühren.\nWir denken\, dass es wichtig ist\, zunächst gemeinsam eine Analy
 se dieser Entwicklungen vorzunehmen\, um dann in einem zweiten Schritt kri
 tisch unsere eigenen Mittel zu reflektieren\, welche wir gegen diese Entwi
 cklungen setzen können. Wir plädieren dafür\, einiges zu überdenken!\n
 STREITKULTUR
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