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SUMMARY:Schwarzer Freitag: Filmabend im FAU-Lokal
DESCRIPTION:Kino im FAU-Lokal \nHeute: \n\nWolz\, Leben und Verklärung ei
 nes deutschen Anarchisten\nDDR 1973 | 106 Minuten\, Regie: Günter Reisch\
 , Quelle: DVD. Sprache: deutsch (original).\n\nDen Inhalt des Spielfilms b
 eschreibt Wikipedia so: „Ende des 19. Jahrhunderts. Zu kurzen Einstellun
 gen erzählt aus dem Off eine Sprecherin (Agnes) Kindheit und Jugend von I
 gnaz Wolz. Ignaz ist ein gutes christliches Kind von armen\, aber ehrliche
 n Eltern. In seiner Vorstellung regiert ein strenger\, aber gerechter Gott
  die Welt. Eines Tages ist Ignaz in einem Marionettentheater\, wo eine Auf
 führung über das Leben von Hauptmann Dreyfus gezeigt wird. Dreyfuss wend
 et sich an das Publikum: „Mir geschieht Unrecht. Helft Menschen\, helft.
 " Ignaz ist beeindruckt. Er wird erwachsen. Wolz wird Landvermesser\, schl
 ießlich Soldat. Im Ersten Weltkrieg hat er an der Westfront ein Schlüsse
 lerlebnis (Agnes aus dem Off: „Die Welt hatte ihre Ordnung – bis zu di
 esem Tag"). Wolz wird durch Artilleriebeschuss am Oberarm verletzt. In ein
 em matschigen Granattrichter will sein Kumpel Ludwig ihn verbinden\, doch 
 der Verbandsmull ist nicht aus Leinen\, sondern Papier. Ludwig klärt Wolz
  auf: Die Mullfabrikanten produzieren lieber „feine Damenmieder"\, die m
 ehr Profit als Verbandsmaterial abwerfen. Wolz schwört Rache..."\n\nDie o
 bige Beschreibung bezieht sich lediglich auf die ersten Minuten des Films\
 , der anfangs ein sehr strammes Tempo vorlegt\, dass sich dann im weiteren
  Verlauf etwas entschleunigt. Dass in der DDR ein Film über einen Anarchi
 sten entstehen konnte\, ist keine Selbstverständlichkeit\, zumal man sich
  in deutschen Landen (nicht nur in der DDR) stets schwer getan hat mit „
 Abweichlern"\, Dissidenten\, Andersdenkenden. Wie der Filmdienst weiß (od
 er zu wissen glaubt): „Das Drehbuch entstand bereits in den 60er Jahren\
 , Autor und Regisseur brauchten jedoch fünf Jahre\, um ihren Film gegen E
 insprüche von SED-Funktionären durchzusetzen\, die eine Heroisierung des
  Anarchismus befürchteten."\n\n"Wolz": Dahinter verbirgt sich\, wie berei
 ts die Namensähnlichkeit verrät\, niemand anderes als Max Hölz\, der pr
 oletarische Robin Hood\, der in den revolutionären Kämpfen nach dem Erst
 en Weltkrieg mit spektakulären Enteignungs- und Guerilla-Aktionen zur Leg
 ende wurde . Eigentlich war Hölz gar kein Anarchist\, zumindest hat er si
 ch selbst nicht so verstanden. Vielmehr handelte es sich um eine Art „St
 igma"\, das ihm schließlich zum Verhängnis wurde.\n\nDer Film ist ganz i
 m Stil der späten 1960er\, frühen 1970er Jahre gehalten \,das heißt: bu
 nt\, poppig \, ironisch\, ein Film\, der sich\, was bei DDR-Produktionen g
 anz selten ist\, nicht so ganz ernst nimmt. Oder um einen westlichen Kriti
 ker zu zitieren\, der dem Film gönnerhaft zugesteht: „Auch dank seiner 
 künstlerischen Gestaltung ist dies wieder einmal eine DEFA-Produktion\, 
 über die zu diskutieren lohnt."\n\n- Eintritt frei -
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