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 im-ravensberger-park/
SUMMARY:Nehmen was uns zusteht! Politischer Rave im Ravensberger Park
DESCRIPTION:Nehmen was uns zusteht! - Wohnraum für alle und Freiraum zum l
 eben\n\nSteigende Mieten\, Lehrstand durch Immobilienspekulation\, unsinni
 ge Neubaupolitik der Städte und die Privatisierung öffentlicher und kult
 ureller Räume – deutschlandweit wird die Entwicklung der Wohnraumsituat
 ion immer prekärer. Längst wird sich damit abgefunden\, dass Menschen de
 m Wohnungsmarkt weichen müssen. Wohnungen als Kapitalanlagen sind profita
 bler als Wohnraum für Menschen. Hierfür wird bezahlbarer Wohnraum kaputt
  gespart\, bis die Mieter*innen für Luxussanierungen entmietet und (zwang
 s-)geräumt werden können. Über Jahre erkämpfte kulturelle\, politische
  und soziale Freiräume werden durch ständige Repressionen massiv unter D
 ruck gesetzt und bedroht.\n\nAuch in Bielefeld sind die Auswirkungen kapit
 alistischer Frei- und Wohnraumpolitiken zu spüren. Seit 2010 sind die Mie
 ten in Bielefeld um durchschnittlich 20% gestiegen. Am stärksten von Miet
 erhöhungen betroffen sind gerade die Wohnungen im niedrigen Mietpreisbere
 ich. Die Stadt Bielefeld trägt ihren Teil dazu bei\, indem sie in den let
 zten Jahren zahlreiche Immobilien verkauft und die öffentliche Förderung
  für sozialen Wohnraum stark reduziert hat. In den letzten 10 Jahren ist 
 der Bestand an öffentlich geförderten Wohnungen um 19% geschrumpft. Die 
 Probleme hat die Stadt nun auch erkannt\, die Lösungen bleiben aus.\n\nSy
 mptomatisch für fehlenden Wohnraum steht die Debatte um die Neunutzung de
 s Telekom-Hochhauses. Über Jahre wurde darauf gehofft\, dass dort dringen
 d notwendiger Wohnraum unter anderem für die steigende Anzahl der Studier
 enden geschaffen wird. Stattdessen wurde festgestellt: Bedarf macht noch l
 ange keinen Umsatz. Zwar hat sich endlich ein Privatinvestor dazu bereit e
 rklärt\, den Leerstand beseitigen zu wollen\, aber auch hier zeigt sich\,
  dass das Verfolgen von Privatinteressen nicht mit dem Allgemeininteresse 
 zusammenfällt. Schon die ersten Entwürfe waren nicht darauf ausgelegt\, 
 der prekären Wohnraumsituation Bielefelds Abhilfe zu leiten\, mittlerweil
 e stehen aber selbst Luxuswohnungen nicht mehr in Aussicht. Die Nutzung al
 s Büroräume scheint besiegelt zu sein.\n\nWenigstens hat die Polizei Gru
 nd zur Freude: mit den Plänen\, das Telekom-Hochhaus in einen Festungstur
 m der Exekutive zu verwandeln\, hat Saurons Auge endlich ungehinderten Bli
 ck auf das tägliche Leben in den Straßen Bielefelds.\nDie Dystopie in al
 ltäglichem Leben ins Visier der Polizei zu geraten ist für viele margina
 lisierte Gruppen aber schon heute Realität. Ein alles überblickender Pol
 izei-Tower verspricht für viele keine Sicherheit\, sondern ist eine konkr
 ete Bedrohung. Wer mit rassistischen Polizeikontrollen zu rechnen hat\, em
 pfindet den öffentlichen Raum nicht mehr als Freiraum. Genauso werden Obd
 achlose durch Kontrollen und Schikanen aus den Stadtbildern gedrängt. Die
 se Gesellschaft tut ihr Übriges und verwandelt den öffentlichen Raum nic
 ht selten in Räume\, in denen Frauen sich nur in Gruppen wohl fühlen und
  queere Menschen sich möglichst unsichtbar machen.\n\nOhnehin ist was sic
 h heutzutage als „öffentlicher Raum“ präsentiert auch nur ein schlec
 ht retuschierter Marktplatz. Draußen unterwegs zu sein\, heißt vor allem
 \, Geld auszugeben. Offiziell wird zwar kein Eintritt verlangt\, ohne Kons
 um kommt man allerdings auch nicht weit. Soziale Isolation ist die Folge.\
 nSo droht Volksbank-Chef Thomas Sterthoff bereits damit\, den Kesselbrink 
 in einen Ort zu verwandeln\, an dem sich „die Menschen“ gerne aufhalte
 n werden. Aber was für die Volksbank ein Traum ist\, ist für andere ein 
 Alptraum. Denn wenn man sich auf dem Kesselbrink umschaut\, wird klar: Men
 schen halten sich dort bereits gerne auf. Für die Volksbank sind es wohl 
 nicht die richtigen. Der Kesselbrink soll nicht zu einem Kiez für Mensche
 n\, sondern zu einem Ort der Zahlungsfähigen werden. Wer sich das nicht l
 eisten kann\, dem weist die unsichtbare Hand des Marktes den Weg: Raus aus
  der Stadt.\n\nAm 30.08. werden wir deshalb den öffentlichen Raum für un
 s in Anspruch nehmen. Wir nehmen uns den Freiraum der uns zusteht und ford
 ern den Wohnraum den wir brauchen.\n\nKommt zum Rave im Ravensberger Park\
 , bringt alle eure Freund*innen mit\, seid laut und stört!\n\nDjs:\nBoi d
 e Ouro (Süperstructure)\nChristina Grincenko b2b Greyscale (raussens\,nul
 ectric)\nDanny Crane (Club!Ajz)
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LOCATION:Ravensberger Park\, Ravensberger Park 5\, Bielefeld\, Deutschland
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