BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//wp-events-plugin.com//7.2.3.1//EN
TZID:Europe/Berlin
X-WR-TIMEZONE:Europe/Berlin
BEGIN:VEVENT
UID:1510@lilabi.net
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20181109T180000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20181109T200000
DTSTAMP:20181014T105046Z
URL:https://www.lilabi.net/events/gedenkdemonstration/
SUMMARY:Gedenkdemonstration
DESCRIPTION:Gedenken heißt kämpfen! \n\nAufruf zur antifaschistischen Ged
 enkdemonstration\n\nIn der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannte 
 die Synagoge in der Bielefelder Turnerstraße. Nationalsozialist*innen zü
 ndeten sie in einer organisierten Aktion an. Weder die Feuerwehr noch Anwo
 hner*innen löschten den Brand\, sondern ließen die Synagoge\, sowie das 
 Gemeindehaus vollständig abbrennen. Zeitgleich wurden im gesamten Stadtge
 biet jüdische Geschäfte angegriffen und zerstört. In den folgenden Tage
 n verhaftete die Polizei zahlreiche Bielefelder Jüd*innen und deportierte
  sie ins Konzentrationslager Buchenwald. Der antisemitische Hass entlud si
 ch im gesamten Deutschen Reich und äußerte sich in der Ermordung von meh
 r als 400 Jüd*innen\, der Zerstörung von mehr als 1.400 Synagogen\, der 
 Verwüstung und Plünderung von etwa 7.500 jüdischen Geschäften und Wohn
 häusern sowie der Verhaftung und Deportation von über 30.000 Jüd*innen.
  Die unfassbaren Gewaltaktionen werden heute als Novemberpogrome bezeichne
 t und markieren den Übergang von der Diskriminierung und Entrechtung zur 
 systematischen Verfolgung und Vernichtung jüdischer Menschen. Die 1924 in
  Bielefeld geborene Helga Ravn erinnert sich: „… von da an wurde das L
 eben für uns Juden mehr und mehr unerträglich“.\n\nHeute\, 80 Jahre sp
 äter\, bezeichnet Alexander Gauland die Zeit des deutschen Faschismus mit
  der damit einhergehenden Ermordung von über 6 Millionen Jüd*innen\, der
  Verfolgung politischer Gegner*innen und den brutalen Angriffskriegen „a
 ls Vogelschiss in der Geschichte“. Das Mahnmal für die Opfer der Shoah 
 bezeichnet sein Parteifreund Björn Höcke als „Denkmal der Schande\, we
 lches sich das deutsche Volk in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat
 “ und fordert eine „180-Grad-Wende der deutschen Erinnerungskultur“.
  Die AfD\, aus der solche Aussagen kommen\, hat aktuell laut Umfragen von 
 Infratest dimap 18 Prozent der deutschen wahlberechtigten Bevölkerung hin
 ter sich hat. In Deutschland findet ein Rechtsruck statt\, der sich nicht 
 nur in allen Parteien und in den Parlamenten ausdrückt. Brennende Unterk
 ünfte für Geflüchtete oder die rassistische Ausschreitungen wie zuletzt
  in Chemnitz\, bei denen vermeintlich Nicht-Deutsche durch die Straßen ge
 jagt wurden und ein jüdisches Restaurant angegriffen wurde\, sind Ausdruc
 k der reaktionären Entwicklungen dieser Gesellschaft. Im Fahrwasser der n
 ationalistischen Mobilmachung der sogenannten „Mitte“ erfahren auch Na
 tionalsozialist*innen alter Schule wieder Aufwind. Schulter an Schulter mi
 t „besorgten Bürger*innen“ marschieren sie durch die Straßen\, mit d
 em Gefühl\, dass ihr Zeit gekommen sei und ihre menschenverachtende Ideol
 ogie endlich wieder Gehör findet.\n\nUm die Verbrechen ihrer politischen 
 Vorfahren zu relativieren und ihre Ideologie der Vernichtung wieder salonf
 ähig zu machen\, leugnen Anhänger*innen des Nationalsozialismus die hist
 orische Tatsache der Shoah. Die vielleicht populärste Vertreterin dieser 
 Lüge ist die seit Mai 2018 in Bielefeld-Quelle inhaftierte Holocaustleugn
 erin Ursula Haverbeck. Mit ihren Äußerungen über die Vernichtungslager 
 des Deutschen Reiches findet sie zahlreiche Sympathisant*innen im faschist
 ischen\, antisemitischen und verschwörungstheoretischen Milieu in Deutsch
 land und darüber hinaus. Der deutsche Faschismus mit der industriellen Ve
 rnichtung von Menschen in Tötungsfabriken ist ein in dieser Form einzigar
 tiges und grausames Verbrechen und kann durch nichts relativiert oder in A
 brede gestellt werden!\n\nAm 08. November feiert Ursula Haverbeck ihren Ge
 burtstag. Wir hingegen feiern Georg Elser. Am 8. November 1939 versuchte e
 r durch eine Bombe Adolf Hitler und die Führungsriege des Nationalsoziali
 smus bei einer Propagandaveranstaltung im München zu beseitigen\, was ihm
  leider nicht gelang. Wenn wir den Opfern des Faschismus gedenken\, wollen
  wir auch an die Menschen erinnern\, die versucht haben\, den Faschismus z
 u verhindern oder ihm ein Ende zu setzen. So leisteten beispielsweise 13 B
 ielefelder Arbeiter der Dürkopp- und Bentelerwerke Widerstand gegen den F
 aschismus und wurden wie insgesamt 50 weitere Bielefelder*innen wegen Hoch
 verrat und Widerstand verurteilt und ermordet.\n\nAm 10. November 2018\, f
 ast auf den Tag genau 80 Jahre nach der Reichspogromnacht\, wollen Faschis
 t*innen durch Bielefeld marschieren und sich mit der Holocaustleugnerin un
 d Antisemitin Ursula Haverbeck solidarisieren. Unser Gedenken kann nur mit
  der kompromisslosen Forderung verbunden sein: Nie wieder! Das bedeutet\, 
 wir müssen uns organisieren\, auf die Straße gehen und kämpfen\, gegen 
 Rechtsruck\, Nationalismus und Faschismus. Es liegt an uns\, die Erinnerun
 g an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten und uns auch heut
 e Faschist*innen in den Weg zu stellen.\n\nWir rufen daher auf:\n\n9. Nove
 mber: Antifaschistische Demonstration mit anschließendem Gedenken um die 
 Opfer des Faschismus nicht zu vergessen.\n10. November: Naziaufmarsch verh
 indern!\n\n„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere L
 osung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser
  Ziel.“ Schwur von Buchenwald.\n\nGedenken heißt Kämpfen!\n\n&nbsp\;\n
 \nMehr Infos:\n\nantifabuendnisbielefeld.noblogs.org\n\n#bi1011
LOCATION:Jahnplatz\, Jahnplatz\, Bielefeld\, 33602\, Deutschland
X-APPLE-STRUCTURED-LOCATION;VALUE=URI;X-ADDRESS=Jahnplatz\, Bielefeld\, 336
 02\, Deutschland;X-APPLE-RADIUS=100;X-TITLE=Jahnplatz:geo:0,0
END:VEVENT
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
X-LIC-LOCATION:Europe/Berlin
BEGIN:STANDARD
DTSTART:20181028T020000
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
END:VCALENDAR