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SUMMARY:Arbeiten an der Universität
DESCRIPTION:BASISGEWERKSCHAFTLICHE KÄMPFE AN DER HOCHSCHULE\n\nArbeiten an
  der Universität: Arbeitskämpfe\, streiken\, sich zusammenschließen?\n\
 nGeht das? Und wenn ja\, warum sollten wir uns an der Uni organisieren\, s
 treiken? Ganz einfach\, weil du dort arbeitest. Du hast i.d.R. merkwürdig
 e Verträge\, meistens sehr kurze\, ein paar Monate vielleicht\, und immer
  wieder neue Verträge\, Kettenverträge. Ganz gleich\, ob du als studenti
 sche oder wissenschaftliche Hilfskraft oder im sog. Mittelbau arbeitest\, 
 Befristung prägt dein Arbeitsleben. Und es ist nicht sicher\, das du jede
 n Monat bezahlt wirst für die Arbeit\, die du leistet.\n\nIm Januar 2018 
 wandte sich eine studentische Hilfskraft an die Bildungssektion der FAU Je
 na. Ihr war von der Uni Jena das Gehalt für geleistete Arbeit verweigert 
 worden. Freiwillig rückte die Leitung der Universität das Geld nicht her
 aus\, die Bildungsgewerkschaft Jena zog vor Gericht und erstritt dort das 
 ausstehende Gehalt.\nPrekär wird nicht nur die persönliche wirtschaftlic
 he Situation\, du musst Miete\, Essen etc. zahlen\, wartest aber auf Geld\
 , was nicht kommt. Aufmucken birgt auch das Risiko\, keine weiteren Folgev
 erträge zu bekommen. Soll ich auf meinem Recht bestehen\, zu welchem Prei
 s?\n\nDie Bildungssektion der FAU Berlin war bereits seit 2016 in die Tari
 fauseinandersetzungen an den Unis In Berlin involviert. Studentische Hilfs
 kräfte forderten einen Tarifvertrag\, da sie in den letzten 15 Jahren ca.
  25% weniger Gehalt bekamen und dem Lohndumping ein Ende setzen wollten. E
 rst Ende 2017 konnten sie aber\, deutsches Streikrecht sei Dank\, mit den 
 Arbeitskämpfen an den Unis beginnen\, mit Demonstrationen und\, 2018\, mi
 t Warnstreiks.\nGEW und verdi setzten dagegen auf Verhandlungen mit den Un
 i-Leitungen. Ab Mai kam es immer wieder zu Streiks an den Universitäten. 
 GEW und verdi „schätzten“ die eigene Kampfkraft so gering ein\, das s
 ie im Juli die Streiks abbrachen und einen Tarifvertrag mit den Hochschull
 eitungen aushandelten.\n\nAber auch im wissenschaftlichen Mittelbau wird d
 ie Situation prekärer. Eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen der Technisch
 en Universität Berlin (TUB) sieht sich massiven Schikanen ausgesetzt\, we
 il sie die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen fordert.\nZwei Forscherin
 nen der TU Berlin leiden bei einem Arbeitseinsatz in Uruguay unter gesundh
 eitsgefährdenden Arbeitsbedingungen und einer Projektleitung\, die Arbeit
 szeiten von mehr als 10 Stunden pro Tag einfordert\, ohne freie Tage. Als 
 die Forscher_innen die Verantwortlichen auf ihre Situation aufmerksam mach
 en\, finden sie nirgendwo Gehör und werden sie in ihrem Arbeitsumfeld iso
 liert. Sie müssen feststellen: es gibt keine Strukturen\, die ihnen effek
 tiv zur Seite stehen. So wenden sie sich an die Basisgewerkschaft FAU und 
 eine lange Auseinandersetzung beginnt.\n„Meiner Meinung nach setzt unser
  Fall einen möglichen Präzedenzfall für Studierende und Promovierende\,
  die um ihre Rechte kämpfen. Sie sind in der Lage\, Gerechtigkeit zu erla
 ngen. Er macht aber auch deutlich\, dass sich Doktorand_innen für bessere
  Arbeitsbedingungen organisieren müssen“\, so Maria Tobar\, eine der Be
 troffenen.\n\nSicher\, irgendwann muss der Gegenseite verhandelt werden. W
 enn du aber aus einer\, wenn auch nur angenommen Position der Schwäche he
 raus verhandelst\, hast du schlechtere Karten. Die Lohnentwicklung in D-la
 nd zeigt dies in den letzten Jahren überdeutlich. Daher bewertet die Basi
 sgewerkschaft Bildung in der FAU Berlin die Einigung zwiespältig. Das die
  Uni-Leitungen überhaupt verhandelten\, werteten sie als Erfolg. Das Erge
 bnis war eher mau\, der Gehaltsunterschied zwischen studentischen und wiss
 enschaftlichen Hilfskräften wird größer.\n\n„Über lange Sicht betrac
 htet befinden wir uns heutzutage in einem Kreislauf\, in dem die Gewerksch
 aften dank der Sozialpartnerschaft immer schwächer werden ... Dadurch ver
 bessert sich nicht gerade der gewerkschaftliche Organisationsgrad\, was di
 e Gewerkschaften wiederum an ihrer Kampfkraft zweifeln lässt. Somit ersch
 einen Verhandlungen plus politischer Druck für die Gewerkschaften wiederu
 m aussichtsreicher als Streiks.“ So reflektierte die Bildungssektion der
  FAU Berlin die Situation (https://berlin.fau.org/news/tvstud-streik-ist-d
 as-die-einigung-die-wir-wollen)\n\nWie sieht es in Bielefeld aus\, gibt es
  Menschen\, die an der Uni arbeiten und die sich für bessere Arbeitsbedin
 gungen\, für ein höheres Gehalt oder einfach nur ihre Rechte zusammen tu
 n\, organisieren wollen?\nWie sieht es mit individuellen und kollektiven A
 rbeitsrechten aus\, sind die auch für Hilfskräfte und wissenschaftliche 
 Mitarbeiter_innen gültig?\nWie kann gemeinsam Druck erzeugt werden\, dami
 t Verhandlungen positiv verlaufen\, aus einer Position der Stärke heraus?
 \nOder wie schon „Ton\, Steine\, Scherben“ in den 70er Jahren sangen: 
 „Allein machen sie dich ein\, kriegen sie dich klein ...“\, deshalb: O
 RGANIZE NOW!\n\nVeranstaltung mit Referent der Bildungssektion der FAU Ber
 lin\n\nAllgemeines Syndikat in der FAU Bielefeld\n\nhttp://bielefeld.fau.o
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